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Welttag der Suizidprävention

  • Christinalou
  • 11. Sept. 2020
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Aug. 2023

Wann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem wir bei psychischen Krankheiten nicht mehr unsere Stimmen und Blicke senken? An dem wir nicht von schwach, kaputt oder gestört sprechen, wenn Menschen innerlich um ihr Leben kämpfen? An dem wir nicht urteilen, als hätten wir das Recht dazu oder Medikamente die Leben retten als Drogen degradieren?

Ich finde es immer noch erschreckend, wie wenig Aufklärung es hierbei gibt und wie wenig Rücksicht teils auf Erkrankungen genommen wird, die jede:n treffen können.

Es ist immer schwierig von der Gesellschaft als Ganzes zu sprechen, vor allem, wenn man wie ich in einer Bubble lebt in der die eigenen Meinungen unterstützt oder zu mindestens nicht angefeindet werden und somit jegliche Reibung ausbleibt.

Ich bin wahnsinnig dankbar für die Aufgeklärtheit meines jetzigen Umfeldes, nichts destotrotz war das nicht immer so und ich habe leider gerade von Fachpersonal (die eigentlich genug Berührung mit psychischen Krankheiten gehabt haben sollten) Dinge gehört bei denen jeder Mensch mit einem Funken Empathie einfach nur den Kopf schütteln kann.

Es ist toll, dass wir in Österreich Möglichkeiten haben Psychotherapie komplett von der Krankenkassa übernehmen zu lassen (https://www.psyonline.at/freie-plaetze/psychotherapeutinnen-mit-freien-plaetzen-und-terminen-fuer-psychotherapie-auf-krankenschein-volle-kostenuebernahme/pth/620/0/-/0/0), das ist leider keine Selbstverständlichkeit und natürlich auch keine Garantie jemanden passenden zu finden.

Auf der anderen Seite ist es nicht tragbar wie lange teils die Wartezeiten für Kuren und Stationären Plätzen sind und wie Groß die Scham und die Stigmatisierung dieser Themen immer noch ist…

Hierfür ist es wichtig psychische Krankheiten ernst zu nehmen, in die Mitte der Gesellschaft zu holen und wie so oft: mehr Gelder in soziale Bereiche zu investieren!!

Ich habe psychische Krankheiten sowohl am eigenen Leib als auch an Menschen, die mir wichtig sind, miterleben müssen und kann sagen jemand anderem dabei zu zusehen und vollkommen machtlos zu sein, war für mich das Schlimmste.

Vielleicht gerade, weil ich weiß, wie sehr es schmerzt sich so allein zu fühlen, wie wichtig es ist sich Hilfe zu holen und wie unglaublich viele man mit der richtigen Hilfe erreichen kann.

Umso mehr tut es weh zu sehen, dass leider gerade männlich sozialisierte Menschen, meinem Gefühl nach, hier eine noch größere Hemmschwelle haben…


Vergiss nie:

Sich eingestehen, dass man Hilfe braucht, ist wahnsinnig mutig!

Jemanden um Rat bitten, weil man alleine nicht weiterkommt, erfordert eine enorme Stärke!

Und in gewissen Situationen einfach nicht mehr zu können ist vollkommen menschlich!

Ich finde es wichtig Menschen hier auf beiden Seiten zu empowern!

Traut euch es anzusprechen, wenn ihr euch schlecht fühlt ABER traut euch auch zu fragen, wenn ihr euch Sorgen um jemanden macht!

Ihr seid wichtig und ihr seid wertvoll, oft vergessen wir das leider und denken wir könnten nichts ändern, dabei haben wir so viel zu geben und merken meist gar nicht wie viele Menschen wir tag täglich erreichen <3

In diesem Sinne:

Glaub an dich!

Du machst das großartig und danke, dass es dich gibt 🌸

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